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Nebenan
Eine Fotoausstellung

Wie lebt es sichmit Auschwitz nebenan?

26. November 2021 bis 8. Mai 2022

»Wenn ich ins Lager gehe, überkommt mich das Elend (…) sobald ich draußen bin, ist dieser Ort meine Heimat.«

Gosia Musielak, lebt neben dem ehemaligen Konzentrationslager Ausschwitz

Auschwitz ist ein vielfach ausgeleuchteter Ort, seit Jahrzehnten erforscht, von Millionen Besucher*innen jedes Jahr besichtigt. Trotzdem existiert direkt neben den Lagern eine fast unbekannte Sphäre: Die alltägliche Heimat der Nachbarn.
Wie lebt es sich an einem Ort, der das Symbol des Schreckens ist? Die Stuttgarter Fotografen Kai Loges und Andreas Langen trieb diese Frage um. Jahrelang bereisten sie die Nachbarschaften zur Gedenkstätte Ausschwitz. Dabei ist ein großer Fundus aus Bildern und Texten entstanden – dokumentarische Aufnahmen von Schauplätzen und Personen, ergänzt durch präzise, den Kontext erläuternde Texte.

Die Ausstellung „Nebenan“ zeigt nun 56 Fotografien, zudem Interview-Sequenzen, die eindrücklich veranschaulichen, wie Grauen und Alltag miteinander verwoben sind. Abgelichtet ist beispielsweise eine Wäscheleine mit Blick auf das Haupttor des ehemaligen Vernichtungslagers Birkenau. Oder das gemütlich eingerichtete Wohnzimmer, hinter dessen Gardine der Wachturm des Stammlagers zu erahnen ist.

„Nebenan“ wirft zudem die Frage auf, wie sich individuelles und kollektives Gedächtnis zueinander verhalten. Und wie kann in Zukunft an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert werden – auch bei uns?

Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von
Dr. Michael Blume, Beauftragter der Landesregierung Baden-Württemberg gegen Antisemitismus.

Eine Wohnung in der ehemaligen SS-Kommandantur, mit Blick auf den Wachturm des Stammlagers (Auschwitz I) © die arge lola
Zeitzeugin Stefania Waclawek, Monowice © die arge lola
Garten eines privaten Anrainers nahe des Vernichtungslagers Birkenau (Auschwitz II) © die arge lola
Roman Rezon, Brzezinka © die arge lola
Im Vorgarten Teile der ehemaligen Zaunanlage. Ein privates Wohnhaus südlich von Auschwitz II © die arge lola

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Die Fotografen

Kai Loges & Andreas Langen arbeiten seit 1994 als »die arge lola« zusammen zu Themen wie Demokratie und Architektur.

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